Home

Kontakt

Fragen, Anregungen und Kritik bitte an Norbert Hungerbühler

36. Schweizerischer Tag über Mathematik und Unterricht

Dokumente und weiterführende Links zu den einzelnen Vorträgen und Workshops sind, sofern verfügbar, direkt im Programm unten verlinkt (click on red).

Ausblick: Der 37. Schweizerische Tag über Mathematik und Unterricht findet am 15. September 2027 an der Kantonsschule Limmattal in Urdorf statt.

Die Schweizerische Mathematische Gesellschaft SMG, die Deutschschweizerische Mathematik-Kommission DMK und die ETH Zürich laden Sie herzlich zu dieser Weiterbildungsveranstaltung ein.

Kursdaten

Ort: Kantonsschule Alpenquai, Luzern. Eine Karte und Informationen zur Anreise finden Sie hier, und einen Gebäudeplan hier.

Wir empfehlen die Anreise mit dem öffentlichen Verkehr. Es gibt keine Parkplätze direkt vor der Schule.

Datum: Mittwoch, 9. September 2026

Organisation: Philipp Spindler, Lorenz Halbeisen, Norbert Hungerbühler.

Kurskosten: Gegen Entrichtung der Tagungsgebühr von 30 CHF erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Bon fürs Mittagessen. Es besteht die Möglichkeit, mit TWINT zu bezahlen. Sonst gern 30 CHF bar passend.

Die weiter unten beschriebenen Workshops bzw. Vorträge im kleineren Kreis finden je zweimal parallel an den im Programm aufgeführten Zeiten statt.

Programm am Vormittag
09:45-10:30 UhrCheck-in: Kaffee, Tee, Orangensaft, Wasser und Gipfeli; Einziehen der Tagungsgebühr
10:30-10:50 UhrMusikalische Einstimmung: Nicolas Becht und Benjamin Richter, in der Aula
Begrüssung durch Herrn Rektor Christopher Latkoczy
Einführung: Norbert Hungerbühler
10:50-11:50 Uhr
Plenarvortrag in der Aula
Lukas Lewark (ETH Zürich)
Knoten und Entknotungen

Wir nehmen einen Einblick in die Knotentheorie, einem Teilgebiet der niedrig-dimensionalen Topologie. Als Knoten bezeichnen wir hier eine geschlossene Kurve ohne Selbstüberschneidungen im dreidimensionalen Raum. Der Vortrag zeigt die zentrale Rolle von Knoten ​bei der Untersuchung drei- und vierdimensionaler geometrischer Objekte. Ein besonderes Augenmerk gilt zudem einem überraschenden Forschungsergebnis des letzten Jahres: der Nicht-Additivität der Entknotungszahl.

Präsentation mit Passwort:  

12:00-13:00 Uhr Workshops bzw. Vorträge im kleineren Kreis 1: Siehe unten
13:00-14:10 UhrMittagessen im Lichthof
Programm am Nachmittag
14:15-15:15 Uhr Plenarvortrag in der Aula
Gábor Domokos (Budapest University of Technology and Economics)
Mono-monostatic bodies: The story of the Gömböc

The Russian mathematician V.I.Arnold conjectured that convex, homogeneous bodies with less than four equilibria (also called mono-monostatic) may exist. Not only did his conjecture turn out to be true, the newly discovered objects show various interesting features. Our goal is to tell the story of the discovery, give an overview of these findings as well as to present results which could make mathematics more popular in highschool. Mono-monostatic bodies help to explain and understand natural shape evolution both in the living and the non-living nature. The Gömböc also inspired engineers, among others, it helped to build revolutionary drug delivery devices.

My Lunch with Arnol’d
Mono-monostatic Bodies: The Answer to Arnold’s Question
Reconstructing the transport history of pebbles on Mars
15:15-15:35 Uhr Verleihung der SMG Matura Awards
15:35-16:00 Uhr Kaffeepause
16:00-17:00 Uhr Workshops bzw. Vorträge im kleineren Kreis 2: Siehe unten
17:00 UhrEnde der Veranstaltung

Workshops


Workshop A: Zimmer B0.7
40 Jahre Mathematik und Unterricht - Lehrreiche Erfahrungen
Armin Barth (KS Baden und ETH Zürich)

Beschreibung: Ich habe in den vergangenen 40 Jahren in meiner Tätigkeit an der ETH und an der Kantonsschule viel darüber gelernt, auf was es im Mathematikunterricht wirklich ankommt. Diese Erfahrungen möchte ich in diesem Workshop gerne anhand von konkreten Beispielen erläutern, thematisieren und weitergeben. Vielleicht helfen sie gerade jüngeren Lehrpersonen dabei, das Unterrichten zu einem befriedigenden Erlebnis zu machen.

Folien als PDF, fünf Artikel als zip


Workshop B: Zimmer B1.9
Logarithmenerfinder Bürgi - (zurück) in die Schulstube!
Roman Oberholzer (Kantonsschule Alpenquai, Luzern)

Beschreibung: Nimmt man Bibliographien grosser Mathematiker/innen aus den Regalen einer Bibliothek, findet man den Namen Jost Bürgi (1552-1632) nur in wenigen Fällen. Dies ist angesichts der Leistungen, die der Uhrmacher, Astronom, Mathematiker, Instrumenten- und Globenbauer aus dem Toggenburg der Nachwelt hinterlassen hat, nicht gerechtfertigt. Ich möchte diese Situation korrigieren und Jost Bürgi zurück in die Schulstube bringen. In meinem Workshop zeige ich, wie und wie vielfältig dies geschehen kann, denn Bürgi ist mehr als lediglich der Logarithmenerfinder.

Präsentation mit Passwort:  


Workshop C: Zimmer B1.8
Ein Lernvideo: von der Vorbereitung bis zur Erstellung
Roel Zuidema (Kantonsschule Alpenquai, Luzern)

Beschreibung: Lernvideos? Das Internet ist eine wahre Fundgrube! Trotzdem möchte ich den Lernenden Videos anbieten, die zu meinem Unterricht passen. Die Anforderungen sind kompliziert: Einerseits sollten die Videos gut genug sein, andererseits sollte ihre Erstellung nicht zu viel Zeit in Anspruch nehmen. Im letzten Jahrzehnt habe ich verschiedene Dinge ausprobiert. In diesem Workshop gebe ich einen kurzen Überblick und zeige, wie ich in letzter Zeit Videos erstelle – von der Vorbereitung bis zur Umsetzung. Es gibt auch die Möglichkeit, selbst zu üben. Ich benutze einen Schullaptop mit Windows 11 und für das Zusammenschneiden der Videos die Software „Adobe Premiere Pro”.


Workshop D: Zimmer B1.5
Mathematische Modelle in Zeit, Ebene und Raum
Alexander Caspar (ETH Zürich)

Beschreibung: Der Workshop zeigt, wie mathematische Modelle genutzt werden können, um im Unterricht Naturphänomene zu analysieren. Diese Modelle beschreiben einerseits konkrete Anwendungen aus der Medizin, Biologie, Epidemiologie u.s.w. und haben andererseits einen universellen Charakter. Dabei unterscheiden wir zum Beispiel: diskret vs. kontinuierlich, ein- vs. mehrdimensional oder linear vs. nichtlinear. Mit einfachen Differentialgleichungen, Systemen dieser oder Eigenwerten/-vektoren einer Matrix sollen diese Modelle untersucht und verstanden werden; auch ohne exakte Lösungen werden Aussagen über Systemverhalten getroffen, zum Beispiel durch Stabilitäts- und Eigenwertanalysen. Teilweise werden diese Erkenntnisse dann numerisch verifiziert.

Folien als PDF


Workshop E: Zimmer B0.8
Fibonacci trifft Pascal - Kombinatorische Identitäten entdecken und visuell beweisen mit Pfeiljagd
Regula Krapf (Universität Bonn)

Beschreibung: In diesem Workshop wird die Methode Pfeiljagd vorgestellt, mit der sich Eigenschaften von Binomialkoeffizienten und Fibonacci-Zahlen visuell im Pascalschen Dreieck begründen lassen. Die Anwendungen reichen von klassischen Identitäten über Binomialkoeffizienten (u.a. der Hockeyschlägerformel) über Summenformeln für Fibonacci-Zahlen und eine Formel für \(\sum_{k=0}^n\binom nkF_k\) bis hin zu einer erstaunlichen Darstellung der Fibonacci-Zahlen als gewichtete Zeilensumme im Pascalschen Dreieck. Die Methode setzt kaum Vorwissen voraus und eignet sich hervorragend für die Behandlung in Schwerpunk- oder Ergänzungsfachklassen. Einige der Ergebnisse stammen aus einem Schüler*innenforschungsprojekt an der Universität Bonn. Ziel des Workshops ist es, die Pfeiljagd nicht nur als visuelle Beweistechnik kennenzulernen, sondern auch konkrete Wege zu erarbeiten, wie Schüler*innen damit Formeln selbst entdecken und begründen können.

Folien als PDF


Workshop F: Zimmer B1.7
Einige Beispiele für den Einsatz von Geogebra im Schwerpunktfach SPM und Grundlagenfach MA
Edoardo Sassone (Kantonsschule Alpenquai, Luzern)

Beschreibung: In meiner Tätigkeit an der Kantonsschule Alpenquai Luzern habe ich mehrere GeoGebra-Dateien erstellt, um Begriffe, Eigenschaften und Beweise aus der Analysis und Geometrie anschaulich darzustellen. In diesem Workshop zeige ich anhand konkreter Beispiele, wie ich GeoGebra im Grundlagenfach Mathematik und im Schwerpunktfach Anwendungen der Mathematik einsetze. Dabei werden nützliche Befehle und Einstellungen vorgestellt sowie die Struktur und der Aufbau ausgewählter Dateien erläutert.


Workshop G: Zimmer B0.9
Komplexwertige Funktionen und die Kunst von M.C. Escher
David Rusch (Kantonsschule Uster)

Beschreibung: Die Kunst des niederländischen Künstlers M.C. Escher ist berühmt für ihre Verbindungen zur Mathematik. Wir befassen uns in diesem Workshop mit der Lithografie "Prentententoonstelling", welche mathematisch mithilfe einer konformen Abbildung von einem Torus auf die komplexe Ebene beschrieben werden kann. Dieser Zusammenhang wird im Workshop erklärt. Dabei beleuchten wir die komplexe Differenzierbarkeit sowie topologische Aspekte in neuem Licht und experimentieren selber ein wenig.

Link zu den Unterlagen, Folien als Powerpoint Präsentation


Die Anmeldefrist ist abgelaufen.

^